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In einem Wettbewerbsumfeld, das durch leicht austauschbare Sortimente und ähnliche Preisgestaltung geprägt ist, kommt dem Point of Sale eine immer größere Bedeutung zu. Handelsunternehmen sind zwingend dazu angehalten, sich durch pfiffige Profilierungsmaßnahmen von der Konkurrenz abzuheben.

Die Attraktivität des PoS muss so gestaltet werden, dass für den Kunden ein klares Store-Image geschaffen wird. Das wichtigste Werbemittel für einen Händler ist also der eigene Laden. Der große Markt wie auch der kleine Shop muss für den Konsumenten unverwechselbar sein. Auf diese Weise gelingt es dem Händler, aus einem gelegentlichen Besucher einen Stammkunden zu machen. Daher darf bei der Ladengestaltung nichts dem Zufall überlassen werden. Neu arrangierte Läden setzen belebende Akzente. Weniger durchdachte Umbauten hingegen verschlingen viel Geld und bringen wenig.

Der Laden von heute- will er sich erfolgreich behaupten - muss wie eine Marke inszeniert sein.

Nachgefragt bei NEW MEDIANS, Agentur für Storedesign in Nürnberg

fng: Frank Schnepf, Store Branding ist Ihr tägliches Geschäft, aber bestimmt keine leichte Aufgabe, oder?

Frank Schnepf: Ganz gewiss nicht! Ganzheitliche Shop-Konzepte müssen heutzutage vielfältige Kriterien einbeziehen. Neben dem perfekten Zusammenspiel aus Architektur, Einrichtung und Visual Merchandising sind ebenso branchenspezifische Besonderheiten sowie gesellschaftliche und technische Entwicklungen zu berücksichtigen. Nur so entstehen zukunftsorientierte Konzepte, die ein erfolgreiches Marketing für Handel und Industrie unterstützen.

"Den Herausforderungen beim Ladenbau stellen wir uns immer wieder gern"

fng: Aus Ihrer Antwort ist die ganze Komplexität Ihres Fachbereichs zu spüren. Empfinden Sie den Auftrag eines Kunden als Herausforderung?

Frank Schnepf: Ja natürlich! Seit zehn Jahren spielen wir in der Branche erfolgreich mit. Den Herausforderungen beim Ladenbau stellen wir uns immer wieder gern.
Schon seit sieben Jahren sind wir für EDEKA tätig, dem größten Lebensmittelhändler Deutschlands.
Wir sind Ideengeber und zugleich kreative Umsetzer, und dies mit großer Passion.

fng: Darf man fragen wo Sie gerade tätig sind?

Frank Schnepf: Aktuell sind wir in enger Zusammenarbeit mit den Abteilungen Ladenplanung/Design der EDEKA AG, Hamburg und der EDEKA Handelsgesellschaft, Nordbayern-SachsenThüringen mbH für Herrn Popp von EDEKA Popp, Würzburg tätig.

fng: Dann bleiben wir doch bei den Lebensmitteln. Was - Markus Morgenweck - macht gutes Store-Design aus?

Markus Morgenweck: Ein gutes Store-Design ist immer dann erreicht, wenn eine gelungene Kombination aus Raumwirkung und Produktdarstellung dem Kunden im Laden ein sinnliches Vergnügen bereitet.
Das Design übrigens ist grundsätzlich der Funktionalität untergeordnet - es ist sozusagen das Mittel zum Zweck. Das Produkt, die Ware, muss von uns Designern so inszeniert werden, dass der Käufer das angenehme und aufregende Gefühl verspürt, eine neue Marken- und Erlebnisweit zu betreten. Orientierung und Anregung zum Kauf sind wichtige Zielsetzungen für das Store-Design. Unsere Anstrengungen zielen also darauf ab, positiven Einfluss auf das Konsumentenverhalten und damit auf die wirtschaftliche Effektivität des Stores zu nehmen.

fng: Und wie erreichen Sie das?

Markus Morgenweck: Dank der langjährigen Erfahrung mit EDEKA verfügen wir über ein sehr ausgeprägtes Hintergrundwissen.
So fließt von vornherein in jede unserer Planungen ein hohes Maß von Know-how ein. Unsere Spezialität sind abteilungsspezifische Grafik-Konzepte. Ob Obst und Gemüse, Drogerietrakt oder Leergutbereich - unsere DesignKonzepte sind vielfältig. Dank unseres Fachwissens und unserer Erfahrung sind wir jederzeit in der Lage, Ideen in kürzester Zeit in die Realität umzusetzen.
Wir können unseren Kunden deshalb die optimale Lösung bieten, weil wir mit unserem bestens funktionierenden Netzwerk alle anstehenden Fragestellungen in einer Hand bündeln.
Bei NEW MEDIANS wird für den Auftraggeber alles unaufgeregt koordiniert- von der Idee, über die Umsetzung, bis zur Montage.

"Nachhaltigkeit und natürliche Materialien bleiben wichtige Themen im Ladendesign"

fng: Kommen wir mal zum einheitlichen Erscheinungsbild eines Marktes. Stoffbahnen, Aluminiumflächen, Folien - fast alles kann heute bedruckt werden.
Dabei wirken Farben schon auf diversen Papiervarianten sehr differenziert. Wie kriegen Sie das hin, dieses so wichtige Corporate Design eines Stores zu komponieren?

Frank Schnepf: Das ist keine Frage unterschiedlicher Trägermaterialien.
Auch hier geht es zunächst darum, eine saubere Strategie zu erarbeiten mit dem Ziel, ein einheitliches Bild zu schaffen. Um die Farbgenauigkeit auf der ausgewählten Produktionsmaschine zu gewährleisten, müssen natürlich gewisse Colorprofile beim Druckdienstleister vorinstalliert sein. Ein gutes Druckunternehmen findet eigentlich immer eine Lösung, eine Komposition wie aus einem Guss zu kreieren, also dem Corporate Design anzupassen.

fng: Wenn Sie an Ihre bisherigen Aufträge denken - was war Ihr bisher flächengrößtes Projekt?

Frank Schnepf: Das war ganz eindeutig ein Marktkauf in Nürnberg mit rund 5.000 Quadratmetern. Aber - auch dies muss mal gesagt werden - auch kleine Märkte umzugestalten und dem Zeitgeist anzupassen, hat seinen Reiz.

fng: Wie sieht ein schlüssiges Bildkonzept in einem Laden aus?

Markus Morgenweck: Dafür gibt es kein Pauschalrezept. Das hängt hauptsächlich von der Branche des Kunden und den Gegebenheiten im Ladenumfeld ab. Insgesamt muss eine gute Bildkommunikation mit dem Gesamtauftritt des Geschäfts harmonieren.
Eine perfekte Bildkommunikation muss authentisch zur Marke, zum Kunden passen.

fng: Ist es wichtig für Sie, Trends zu beobachten?

Markus Morgenweck: Absolut!
Nachhaltigkeit und natürliche Materialien bleiben wichtige Themen im Ladendesign. LED-Leuchten sparen Strom und eröffnen neue Möglichkeiten in der Warenpräsentation. Echtholzmöbel und Steinoberflächen signalisieren Natürlichkeit.
Teil des visuellen Marketings sind verstärkt Großfotos oder Fokus-Rückwände, immer häufiger auch großformatige Werbebildschirme.
Digital Signage umschreibt den Einsatz digitaler Medieninhalte bei Werbe- und lnformationssystemen. Als Teil des Instore-Marketings im Handel bezeichnet Digital Signage - vereinfacht ausgedrückt - das Bewegtbild am PoS durch Plasma- oder LCD-Bildschirme. Letztlich geht es bei allen Neuerungen darum, dass sich neben den Konsumenten auch die Mitarbeiter im Laden wohlfühlen. Denn wenn der Laden zur Marke wird, sind die Beschäftigten die Ladenbotschafter.